Click & Trick

 

Das Clickern haben ursprünglich Wild - und Zootrainer in die Hunde-Welt getragen. Es ist auch bekannt als das sogenannte "Markertraining". Wichtig ist mir zu erwähnen, dass das Clickern nur eine von zahlreichen Möglichkeiten ist, dem Hund zu verdeutlichen, dass er erwünschtes Verhalten gezeigt hat.

 

Das Click - Signal muss als Belohnungssignal etabliert werden. Der Hund sollte verstehen, dass das Clicken das Zeichen dafür ist, dass er etwas richtig gemacht hat. Anschließend sollte der Hundehalter nicht vergessen, seinem Hund ein Leckerli zu geben.

Dabei ist ein gutes Timing seitens des Hundehalters gefragt. Mein Timing ist in bestimmten Situationen leider schlecht. Daher nutze ich den Clicker. So kann ich dem Hund sehr rasch vermitteln, dass er richtiges Verhalten gezeigt hat. Um dem Hund zu verdeutlichen, für welches Verhalten er belohnt wird, muss die Belohnung direkt im Anschluss erfolgen. Im Endeffekt hat man nur eine Sekunde dafür Zeit. Hier ist der Clicker praktisch, um den Hund für richtig gezeigtes Verhalten umgehend zu loben – auch auf größere Distanz. So wird es möglich, den Hund auch auf größere Entfernung zu loben, ohne schreien oder ihm ein Leckerchen zuwerfen zu müssen.

 

Bei bestimmten Trainings – Einheiten verwende ich gerne den Clicker, um gewünschtes Verhalten zu belohnen, da dabei ausschließlich das Belohnungsprinzip angewandt wird. Mein Hund wiederholt so gerne freiwillig das erwünschte Verhalten. Clickern ist eine Möglichkeit, dem Hund völlig ohne Anwendung von Zwang Dinge beizubringen.

Außerdem ist der Clicker neutral, er klingt immer gleich. Unsere Stimme hingegen schwankt mit unseren Emotionen.

 

 

Konditionierung auf den Clicker bedeutet, dass du deinem Hund beibringst, dass der Click etwas ganz Tolles ist, das Versprechen einer Belohnung. Hierbei werden beim Hund auch Glückshormone freigesetzt.

 

Meinen Hund habe ich schon als Welpe beclickert. Folgende Übung hat uns beiden viel Spaß gemacht: in beide Hände habe ich ein Leckerchen genommen. Daraufhin streckte ich beide geschlossenen Hände in Richtung Hundeschnauze. Tupfte er mit der Schnauze an die linke Hand, habe ich dieses Verhalten sofort beclickert. Da ich meinen Hund links führe, wollte ich, dass er auf die linke Hand achtet. Dieses Verhalten hat er so verinnerlicht, dass er sogar dann, wenn ich ihn aus Versehen mit der rechten Hand füttern wollte, zur linken Hand geht.

 

Clickerspiele

 

Das Blickkontaktspiel:

 

Das Blickkontaktspiel ist eine wunderbare Übung, um eine gute Bindung zwischen Hund und Hundehalter aufzubauen. Schaue deinem Hund direkt in die Augen - erst wenn er dich direkt anschaut, clickst du. Dein Hund wird schnell lernen, dir in die Augen zu sehen. Man kann diese Übung weiter ausbauen, indem man bespielsweise den linken oder rechten Arm wegstreckt bzw. sogar beide Arme langsam ausbreitet. Sieht dir dein Hund trotz der vermeintlichen Ablenkung durch die Armbewegungen immer noch in die Augen, wird dieses Verhalten natürlich sofort mit einem Click belohnt.

 

Bitte den Clicker nicht durch ein Wort ersetzen. Clickern steht für stumme Kommunikation!