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Kaninchen Außenhaltung im Winter

Ganzjährige Außenhaltung ist für Kaninchen einfach das Allerschönste, so leben sie fast wie in der Natur. Es ist auch kein Problem für sie, wenn es Winter wird und sie im Freien sind, solange sie es auch gewöhnt sind. Meine Kaninchen bereiten sich instinktiv auf den Winter vor, sie bekommen ein dickes Fell und fressen, bis sie Speckpolsterchen haben. Sie leben zu sechst in der Voliere. Dort haben sie haben einen Außenbereich, der zum Teil überdacht ist, und einen großen Innenbereich, der mit einem kuscheligen großen Haus versehen ist, also einen Innenraum, wo sie vor Wind, Regen und Schnee geschützt sind. Sie können auch selbst wählen, wo sie gerne sein möchten. Ich würde sie nie in ihre Burg einsperren, sie brauchen den Auslauf.

Nur ein Kaninchen zu halten wäre traurig, vielleicht wäre es dadurch auch verhaltensgestört, einsam und würde erfrieren. Wenn es richtig kalt ist, kuscheln sich die Kaninchen in ihrer Burg aneinander und wärmen sich gegenseitig.

Natürlich ist es auch wichtig, dass die Voliere groß ist. Kaninchen sind Bewegungstiere und brauchen viel Platz. Außerdem können sie sich im Winter warm laufen und spielen. Dazu gebe ich viele Baumstämme, Steine, Holz und ebenso Tannenzweige in die Voliere, damit die Pfötchen schön trocken bleiben. Der Innenbereich meiner Voliere ist auch sehr groß, die Kaninchen können wählen, wo sie sich aufhalten möchten.

Im Winter gebe ich gerne reichhaltigeres Futter und auch mehr davon, sie brauchen viel mehr Energie, um sich warmzuhalten.

Die Burg im Innenbereich muss ich auch nicht isolieren, da sie geschützt und nie richtig in der Kälte steht. Viel Stroh ist auch wichtig, damit die Burg immer trocken ist. Den Rest machen die Süßen alleine, sie kuscheln wirklich süß zusammen. Wichtig ist das tägliche Säubern, um alles schön trocken zu halten.

Der Vitaminteller

Meine Kaninchen sind ganz verrückt nach ihrem täglichen ritualisierten Vitaminteller. Sicherlich denkt ihr, was soll das,ich muss selbst dabei schmunzeln, aber es ist so. Irgendwann habe ich angefangen, ihnen täglich zu ihrem Grünzeug Besonderes zu sammeln. Da gab es Blüten, duftende Minzblätter und einige Wurzeln, die ich gesondert auf den Teller gelegt habe. Schnell habe ich festgestellt, dass, wenn ich in die Voliere ging, sich alle am Teller versammelt haben. Sie wollten das Besondere! Mir macht es so große Freude, für meine Kaninchen zu sammeln, wie auch Besonderes zu suchen. Im Herbst macht es noch mehr Spaß, da gibt es so viele Sachen. Angefangen mit Beeren, Vogelbeeren, Berberitze, Blaubeeren, Preiselbeeren, Hagebutte, Schlehen, Sanddorn, Weißdorn, Äpfelchen, Eicheln, Kastanien, Frucht des Ahorns "Nasenzwicker" getrocknete Blüten vor allem von der wilden Möhre,  Nussfrüchte von der Linde, einfach alles, was ich so  finde. Der Teller ist so schön im Herbst, dazu die bunten Blätter, die ich sammeln werde, wie Tannenzapfen, Eicheln und Kastanie, das gebe ich alles auf den Boden. Die Kaninchen durchsuchen das Laub, haben immer etwas zu tun und finden auch mal das eine oder andere Leckerchen. So haben sie auch einen warmen Ruheplatz in der Außenvoliere und es sieht sehr naturnah aus.

Ich mag die Voliere im Herbst sehr gerne.

Gestern bekam ich aus Österreich von einer lieben Bekannten, "Boxhörndl". "Ja was ist das?", fragte ich mich auch. Das ist Johannisbrot, sie füttern das ab und an als Leckerli ihren Kaninchen. Da ich das nicht kannte, auch Bedenken hatte wegen des Zuckeranteils, habe ich mich im Netz mal schlau gemacht. Zucker hat die Liebe keinen hinein gegeben, da bin ich schon mal auf der sicheren Seite und man darf es ab und an geben. Meine Kaninchen haben es nicht angeschaut, hab's aber auf dem Vitaminteller gelassen, heute morgen war alles weg. Bevor es recht kalt wird, gebe ich gerne etwas Energiefutter, wie Nüsse, warum nicht auch ein paar Boxhörndl?

Boxhörndl
Boxhörndl

Die Holzkiste

Es ist wichtig, die alte Weinholzkiste, auch Knabberkiste genannt, hier zu erwähnen. Sie wird täglich mit frischen Zweigen und Blättern gefüllt. Darauf freuen sich meine Kaninchen, weil es immer eine Überraschung ist: Welche Zeige gibt es heute? Knabberhölzer gehören einfach zum Speiseplan, momentan noch Zweige mit grünen Blättern wie auch verwelkten. Apfelzweige sind der Renner bei meinen Kaninchen, die werden meistens zuerst gefressen. Hainbuche fressen sie auch sehr gerne, außerdem die Hasel, Heidelbeerzweige, Himbeerzweige und Lindenzweige. Sie bekommen alles was ich so finde, nur Stacheliges wie Weißdorn gebe ich nicht mit rein, denn sie sitzen meistens zum Fressen in der Kiste.

So schön die Kiste auch ist, auch bei den Kaninchen gibt es Futterneid, sie diskutieren manchmal um den besten Platz in der Kiste!

Die kleine Zankereien sind kein Problem, das gehört nun mal dazu. Dafür habe ich Ole, den Ruhepol in der Gruppe, er ist einfach ein Schatz. Beschweren kann ich mich nicht, meistens herrscht Harmonie in der Gruppe.

Das Laub

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Kommentare: 1
  • #1

    Christina (Mittwoch, 03 Februar 2021 14:46)

    So sollen Kaninchen leben dürfen, eine vorbildliche Voliere! Ganz liebe Grüße von Christina