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Kaninchen - Sammelsurium im Winter

Langsam wird es schwierig, noch etwas Grünes für die Kaninchen zu finden. Im Winter ändere ich nicht

viel an der Ernährung. Es ist wichtig für mich, dass meine Kaninchen genügend Fette zu sich nehmen, sie

sind sehr wichtig für den Fellwechsel. So bekommen sie auch ab und an mal Mais, Karotten und Kohl,

sowie Gründüngung, also Raps, Ölrettich usw.

Dazu versuche ich noch täglich Ampfer, Ackersenf und Beifuß zu finden. Solange es nicht gefriert, gibt

es da noch etwas.

Beifuß ist auch bekannt als "Allheilmittel".

Die Verdauung ist mit die häufigste Gesundheitsstörung bei den Kaninchen. Beifuß ist mit die wichtigste

Heilpflanze, ein ganz altes Würzkraut. Beifuß hat leckere Bitterstoffe und ätherische Öle, die unter

anderem entzündungshemmend wirken.

Heute habe ich eine Gründüngung mit Buchweizen gefunden, ein gesundes Pseudogetreide und sehr

beliebt bei meinen Kaninchen. Buchweizen gehört zu der Familie der Knöterichgewächse und enthält

viele B-Vitamine. Die grünen Stängel haben sich zwar schon rot verfärbt, aber die essbaren Früchte

waren noch dran. Sie schmecken nussig, also lecker für die Kaninchen.

Ölrettich und weißen Senf habe ich auch gefunden, meine Kaninchen lieben die Wurzeln, sie sind sehr

gut für das Immunsystem.

Ich freue mich, wenn ich eine Gründüngung finde. Mittlerweile gibt es fast keine Wiesenpflanzen mehr,

so kann ich wenigstens etwas Grünzeug mitbringen. Die Gründungfelder sind so robust, selbst bei Schnee

und Frost sind die Felder noch grün.

Weißer Senf

Buchweizen

Ölrettich

Wunderbar, so weit das Auge reicht, habe ich Büschelblumen, auch Rainfarn-Phazelie oder Bienenfreund

genannt, gefunden. Im Gemisch fressen es meine Kaninchen, sind aber nicht sonderlich begeistert.

Büschelblume, Bienenfreund

Nach wie vor sind bei meinen Kaninchen die Weißdornbeeren der Renner!!

Was für uns die Praline ist, sind für die Tiere die Weißdornbeeren. Keiner sollte das seinen Kaninchen

vorenthalten.

Genau deswegen trockne ich die Weißdornbeeren für den Winter, auch getrocknet sind sie sehr beliebt.

Es gibt ja noch die winterharten Erdfrüchte, Pastinaken, Löwenzahn, Zuckerwurzel, Weiß- und Schwarzwurzel oder Knollenfenchel. Eine kleine Schaufel habe ich immer dabei :-) 

Ist es im Winter den Kaninchen nicht zu kalt?

Immer wieder werde ich gefragt, ob es den Kaninchen im Winter nicht zu kalt wird.

Auch wenn wir schon bibbern und es uns zu kalt wird, geht es den Kaninchen noch lange nicht so. Es ist

so süß anzusehen, sie hoppeln vergnügt durch den Schnee, mit ihrem dicken Winterpelz, den sie sich

angefuttert haben. Auch wenn es Temperaturen sind, die weit unter Null gehen, stört es sie wenig,

vorausgesetzt, dass sie es gewohnt sind.

Kaninchen halten Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius aus, sie vertragen Frost sogar besser

als Hitze. Meine Kaninchen haben sowohl ein Außen – als auch ein winterfestes großes Innengehege,

dazu noch ein großes Haus, das voll mit Stroh und Heu ausgelegt ist. Sie können sich bewegen und haben

einen großen Auslauf. Ich mache mir da keine Sorgen, es ist absolut unproblematisch. Seit über 13 Jahren

habe ich Kaninchen, wir hatten auch sehr starke Wintermonate, mir ist noch kein Kaninchen erfroren.

Neue Deko

Ich wollte euch so gerne Bilder von meiner neuen Deko mit Kaninchen hier einstellen, leider kam nur Dana (Löwenköpfchen), Ole (Schlappohr) und wie immer die fotogene Elinor vor die Kamera. Der Rest der Bande lag innen in der Burg faul herum. Gestern lagen viele gefällte Tannen im Wald, da musste ich was mitnehmen, sie ist einfach eine schöne Deko. Einen schönen bemoosten Ast habe ich auch gefunden, wie Moos. Elinor ist das einzige Kaninchen, der Moos richtig gut schmeckt. Morgen wird leider alles zerbuddelt oder vollgemacht sein, sie schichten es hin und her. Auch die Äste mit Moos und Flechten werden gerne gefressen.

Elinor -wie das neue Treppengeländer

Elinor kuschelt mit Ole

Heute gab es eine besondere Leckerei, Samen oder Kerne.

Sie sind besonders energiereich, und enthalten essentielle Fettsäuren ganz besonders die Ölsaaten, wie Nüsse, Buchweizen, Erbsenflocken, Kürbiskerne oder Sonnenblumenkörner, natürlich wird das mit Genuss gefressen.

Dazu getrocknete Wurzeln, sie sind bei meinen Kaninchen sehr beliebt, habe sie im Sommer gesammelt und getrocknet.

Ein wenig Obst Äpfel oder Birnen, ein paar Beeren wie auch Liguster mit Beeren, die Blätter sind auch im Winter grün. 

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